Schlagwörter

, , , , ,


Illustration: Foto

Illustration: Foto

Ich sehe dieses Gerberviertel oft auf meinem Weg zur Innenstadt.
Das Mondlicht wirft das weiße Licht auf einen schwarzen Fluss,
an dem so viele gute Häuser liegen in diesem alten Land

in einer guten Nacht. Und es ist viel zu spät, um Menschen aufzuwecken
und viel zu früh für komplizierte Fragen. Obwohl ich nur den Irrsinn habe längst
ertränkt in meinem Lachen den Irrsinn und den Wein,

so habe ich bereits erfahren, dass nur ein Gotteswitz mich retten kann.
Denn Gott reißt Witze zweifellos. Er tut es jeden Tag in seiner Welt.
Und auch der Mensch kann dieses ernste Bild der Nacht zum Leben machen.

Er muss dann später seinen Rausch ausschlafen, ganz wie ein Mensch.
Wenn Gott den Wein geschaffen hat, dann war er oft betrunken,
wenn Gott die Güte schuf, dann ist er ein Tyrann.

wenn Gott den Weizen wollte, schuf er auch den Hunger und den Tod,
wenn er die Liebe wollte, liebt er auch die Not.
Obwohl ich durch die Einsamkeit der Straße gehe und diesen Ernst

des Lachens fühle, so sage ich, nur dumme Menschen lachen nicht.
Das Lachen und der Rausch befreien. Und nur der falsche Glaube
hat mich früher eingesperrt und mich gehindert nachzudenken.

Ich fühle mich so dumm und bin so glücklich wie das Leben gänzlich ist.
Mein Denken wandelt auf der Spur der Verse. Ich schreibe
lachend auf das Leid und lese Namen, die mich längst zermahlen,

weil ihre Träger schon verblichen sind und neue Menschen wachsen.
In einem steten Wandel voller Zuversicht, damit das Leben lachen kann und stirbt, damit es wahr ist und es wird. Und so muss alles sein.

Im Rausch der Schöpfung geht das All. Und dieser Geist der Schöpfung
verändert meinen Namen. Und ist doch überall. Am Morgen sehe ich vielleicht
mein Angesicht in einem Spiegel und ich pflege mich.

Und wenn ich weiß, wer sich an mich erinnert, kann sich erinnernd Tabak
rauchen. Dann trinke ich Kaffee und werde nüchtern. Ich sehe diese
Gotteswelt in einem anderen Licht.

Vielleicht bereue ich sogar, was ich vergangene
Nacht getan. Doch ich bedaure nicht. Und dennoch wiederholt sie mich,
die Welt. Ich zünde eine Kerze an und sehe Zuversicht.

Advertisements