drunkenIch gehe betrunken nach Hause, mein Geldbeutel ist leer.
Für meine Münzen habe ich Vergessen bekommen. Nichts mehr
als einen neuen Tag habe ich für den Schlaf, mutig geraubt
mit Sonnenstrahlen am Fenster unter dem Dach und einem Kater

erreicht. Erhaben gehe ich in die Küche und brate würdevoll Eier.
Ich stelle den Toast und den Tee auf den Tisch. Das Geseier im Radio
gibt mir die Kraft und den Mut, mich offenen Fragen zu widmen.
Ich sehe das Leid, die Angst und den Tod und lese die Tageszeitung.

Das Leid und der volle Kühlschrank trösten mich über die unvollkommene
Welt hinweg. Das Elend endet vor meiner Tür und beginnt in fremden Ländern,
die mich nicht berühren. Wenn ich stark bleibe, kann ich meine Vorurteile

halten oder das Elend fremder Menschen am Schreibtisch idealisieren.
Ich muss wohl Leserbriefe schreiben, damit sich Kommentatoren wichtig
fühlen. Und wenn ich den Müll entsorge und Steuern zahle, kann alles bleiben,

was es will. – Und ich kann mich großartig fühlen.

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